1Er hob an und sprach mit mir, und ich hörte auf seine Stimme: Fürchte dich nicht, Henoch, du gerechter Mann und Schreiber der Gerechtigkeit. Tritt herzu und hör meine Rede:
2Geh hin und sprich zu den Himmelswächtern, die dich als ihren Fürsprecher absandten: Ihr solltet eigentlich für Menschen bitten und nicht Menschen für euch!
3Warum verließet ihr den hohen, heiligen und ewigen Himmel, schliefet bei den Weibern, verunreinigtet euch mit den Menschentöchtern, nahmet euch Weiber, tatet wie die Erdenkinder und zeugtet Riesensöhne?
4Ihr waret heilig, geistig und ewig lebend, und dennoch beflecktet ihr euch durch Weiberblut und zeugtet mit dem Blut des Fleisches Kinder, indem ihr nach der Menschen Blut begehrtet und also Fleisch und Blut hervorbrachtet, wie jene, die sterblich und vergänglich sind.
5Deshalb gab ich diesen Weiber, damit sie diesen beiwohnten und mit ihnen Kinder zeugten, daß ihnen nichts auf Erden fehle.
6Ihr aber seid zuvor ewig lebende Geister gewesen, die alle Geschlechter der Welt hindurch unsterblich sein sollten.
7Darum schuf ich für euch keine Weiber; denn die Geistigen des Himmels haben im Himmel ihre Wohnung.
8Die Riesen aber, die von den Geistern und vom Fleisch erzeugt wurden, wird man auf Erden böse Geister nennen; sie werden auch auf Erden ihre Wohnung haben.
9Böse Geister gingen aus ihrem Leib hervor; denn sie sind zwar von Menschen geboren, aber von den heiligen Wächtern stammt ihr Anfang und ihr erster Ursprung her. Böse Geister werden sie auf Erden sein und böse Geister heißen.
10Des Himmels Geister haben ihre Wohnung im Himmel; aber die Geister der Erde, die auf Erden geboren wurden, haben ihre Wohnung auf der Erde.
11Die Geister der Riesen handeln böse, begehen Gewalttaten, zerstören, greifen an, kämpfen, wirken verheerend auf der Erde und bringen Verwirrung; sie essen nicht, trotzdem sie hungern, und dürsten, trotzdem sie trinken.
12Und diese Geister erheben sich gegen die Menschensöhne und gegen die Weiber, weil sie von ihnen ausgegangen sind.